Google gilt weltweit auch weiterhin als führende Suchmaschine. Um diese Stellung auch künftig einnehmen zu können, setzt Google alles daran, um die Relevanz der eigenen Suchergebnisse zu verbessern. Damit dies möglich ist, werden von dem Branchenprimus regelmäßig Änderungen vorgenommen. Nicht alle Änderungen, für die sich Google bei dem eigenen Algorithmus entscheidet, werden auch umfangreich vorgestellt. Nun hat sich der Suchmaschinengigant für eine Änderung entschieden, die jedoch bei vielen Konkurrenten und anderen Online-Diensten für Kritik sorgt. Für die Kritik ist die Suchfunktion „Suche Plus“ verantwortlich. Google verfolgt mit ihr in erster Linie das Ziel, dass die unterschiedlichen Suchen individueller durchgeführt werden können. Gleichzeitig bindet der Branchenprimus sein soziales Netzwerk Google+ mit der neuen Funktion stärker in die Suchergebnisse ein. Bereits kurze Zeit nach der Vorstellung der neuen Funktion äußerten sich Experten und andere Online-Dienste kritisch. Besonders kritische Worte kamen von dem Kurznachrichtendienst Twitter.
Besorgt über Relevanz
Die Kritik von Twitter an der neuen Suchfunktion ist nicht unbegründet. Im Rahmen einer Mitteilung erklärte der Kurznachrichtendienst, dass man die Relevanz der Suchergebnisse in Gefahr sieht. Die Befürchtungen sind nicht ganz unbegründet. Das haben erste Tests von verschiedenen Seiten ergeben. Die neue Suchfunktion von Google steht bislang noch nicht überall zur Verfügung. Twitter erklärte, dass man besorgt sei, dass die Nutzer von Google infolge der personalisierten Suchfunktion keine relevanten Ergebnisse mehr erhalten. Google gelingt es durch die neue Funktion tatsächlich sein soziales Netzwerk in gewissen Bereichen zu bevorzugen. Doch nicht nur Twitter äußerte sich kritisch zu der neuen Funktion. Kritik kam letzten Endes auch von Seiten der US-Bürgerrechtler von EPIC.
Änderungen werden als bedenklich angesehen
Auch die US-Bürgerrechtler sehen die Änderungen in weiten Teilen als bedenklich an. Es ist nicht das erste Mal, dass Google in der Kritik steht, weil von unterschiedlichen Seiten darauf verwiesen wird, dass die Suchmaschine die eigenen Produkte bevorzugt. Die ersten Tests haben bereits an Tageslicht bringen können, dass die Suchmaschine mit der neuen Funktion das Netzwerk Google+ noch stärker bevorzugt als ursprünglich gedacht wurde. In den Tests hat die Suchmaschine bei Anfragen auch dann Vorschläge aus dem sozialen Netzwerk angezeigt, wenn die User selbst nicht eingeloggt waren. Als kritisch wurde nach den Tests auch die Bewertung von Suchbegriffen angesehen. Demnach wurden Profile von Google+ bei verschiedenen Anfragen besonders prominent präsentiert. Dagegen fehlten Profile, die beispielsweise bei anderen sozialen Netzwerken zu finden sind, vollständig. Dies traf auch für Profile bei Facebook zu.
